Pressemitteilung:
Osnabrück, 07./08. März 2009
„Arbeitsschutz“ als Grundlage des Erfolgs von Unternehmen
Schirmherrin: Mechthild Ross-Luttmann
Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit
Mit dieser Aussage eröffnete die Staatssekretärin, Dr. Christine Hawighorst, den 5. Bundesweiten Betriebsärztetag in der OsnabrückHalle, zu dem rund 180 Betriebs- und Hausärzte, Sicherheitsingenieure und Personalverantwortliche mit Interesse am Betrieblichen Gesundheitsmanagement sowie Vertreter aus Printmedien und Pflege gekommen waren.
Als wichtige Bereiche, um Motivation und Leistungsfähigkeit von Beschäftigten zu fördern, nannte Dr. Hawighorst dynamische, effektive gesundheitliche Präventions- und Arbeitsschutzprozesse. Durch gezielte Aufklärungskampagnen zu Erkrankungen und Arbeitssicherheitsmaßnahmen ließen sich erhebliche Folgekosten vermeiden. Da neben staatlichen Einrichtungen und Unfallversicherungsträgern die Arbeitsmedizin hier die Schlüsselrolle einnehme, sprach sie sich für ihre rechtliche Stärkung aus und forderte grundsätzlich eine engere Kooperation von Betriebs- und Hausärzten.
Der Osnabrücker Bürgermeister, Burkhard Jasper schilderte in seine Begrüßungsrede mehrere historische Zusammenhänge zwischen der Entwicklung der Stadt Osnabrück und den Verbesserungen in der Arbeitswelt und dem Arbeitsschutz.
Kooperation von Haus- und Betriebsärzten
Auf diesem Punkt lag das zentrale Augenmerk der diesjährigen Veranstaltung des Bundesverbandes selbstständiger Arbeitsmediziner und freiberuflicher Betriebsärzte e.V. (BsAfB). Dr. Uwe Ricken wies in seinem Vortrag darauf hin, dass nur durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Haus- und Betriebsärzten chronische Erkrankungen, wie z. B. Herzinfarkte oder Diabetes mellitus, bei allen Beschäftigten frühzeitig im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung erkannt werden können. Haus- und Betriebsärzte wurden von Dr. Ursula Mikulicz gleichermaßen angesprochen, als sie die Teilnehmer für das frühzeitige Erkennen von posttraumatischen Belastungssyndromen sensibilisierte, um den Betroffenen umgehend Hilfe anbieten zu können. In weiteren Vorträgen wurde diese Thematik vertieft und die Bedeutung der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) erläutert.
Workshops zum betriebsärztlichen Alltag
Neben den Vorträgen bot der BsAfB den Teilnehmern insgesamt zehn Workshops an, in denen Experten gemeinsam mit den Teilnehmern Funktionsuntersuchungen besprachen und praktisch durchführten. Neben diesen Übungen wurden auch Maßnahmen zur Sicherung des Arbeitsschutzes sowie relevante steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen an praktischen Beispielen erläutert.
Sowohl die rege und aktive Teilnahme an den Workshops als auch die zahlreichen Fragen zu den Vorträgen zeugten von der Aktualität der ausgewählten Themen des fünften Bundesweiten Betriebsärztetages und der Notwendigkeit, die hier behandelten Themen weiter zu entwickeln.
08.03.2009, Dajana Bajkovic
Pressesprecherin des BsAfB