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Prävention im Betrieb – Betriebliche Gesundheitsförderung
Uwe Ricken

Chronische Erkrankungen, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, haben weltweit eine größer werdende Bedeutung. Die Zunahme des Metabolischen Syndroms, mit den beiden Hauptursachen Adipositas und Bewegungsmangel, nimmt pandemische Ausmaße an.

In einer Kooperation der FH Osnabrück (Prof. Manfred Haubrock, der Studentin Stefanie Feierabend [Bachelorarbeit]), der TU Dresden (Medizinische Klinik III, Dr. med. Peter E.H. Schwarz [FINDRISK-Studienleiter]) und dem BsAfB (Dr. med. Uwe Ricken [Qualitätszirkel Betriebliches Gesundheitsmanagement]) wurde eine Pilotstudie durchgeführt, welche die Effektivität und die Realisierbarkeit von Präventions-Managementprogrammen im Betrieb belegt.
...

Die Anzahl der Diabetiker steigt jedes Jahr um 300 000 zusätzliche chronisch Kranke. Das bedeutet, Jahr für Jahr nimmt die Zahl der zurzeit ca. 7 Mill. Diabetiker in Deutschland um ca. 5 Prozent zu. Darüber hinaus muss man von einer großen Dunkelziffer an noch nicht diagnostizierten Personen mit Diabetes mellitus ausgehen. Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) verursacht jetzt schon die Behandlung der Diabetiker die größten Kosten! Frühzeitige Identifikation von Personen im prädiabetischen Stadium oder bereits manifest Erkrankter beeinflusst den weiteren Krankheitsverlauf nachweislich und verringert die enormen Folgekosten.
...
Den vollständigen Text (4 PDF-Seiten, 334 KB) können Sie hier downloaden:

http://www.bsafb.de/196.0.html



Pressemitteilung Nr. 303 vom 22.08.2008

2007: Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems weiterhin häufigste Todesursache

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verstarben nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik im Jahr 2007 in Deutschland insgesamt 827 155 Personen (391 139 Männer und 436 016 Frauen). Dies waren 5 528 Sterbefälle und damit 0,7% mehr als im Jahr 2006.

Die häufigste Todesursache war wie auch schon in den Vorjahren eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems. Dadurch wurde bei über 43% der Verstorbenen (150 472 Männer und 208 211 Frauen) der Tod ausgelöst. ... 
 



DGUV: Frühzeitige Prävention kann Frühverrentung verhindern
Disability Management verhindert Erwerbsunfähigkeit durch Prävention

„Berufslaufbahnen enden nach einer längeren Krankheit noch zu oft mit der Frühverrentung – und das obwohl Arbeitgeber seit 2004 gesetzlich verpflichtet sind, langzeiterkrankten Beschäftigten ein Angebot zur Wiedereingliederung zu machen. Aktive Prävention kann dazu beitragen, die klassische Frühverrentungs-Spirale zu verhindern. Darauf weist die Deutsche  Gesetzliche Unfallversicherung – DGUV hin.“

Gelesen am 04.10.2008: http://www.praevention-online.de/pol/news.html?Top_News02_010808

Quelle: DGUV/PolRed



Chronische Krankheiten schaden den Unternehmen und bedrohen die wirtschaftliche Nachhaltigkeit

"Die Inzidenz chronischer Krankheiten wächst mit erstaunlicher Geschwindigkeit. Weltweit repräsentierten sie mehr als die Hälfte (57 %) der jährlichen Todesfälle. In den nächsten 20 bis 25 Jahren wird sogar noch ein Anstieg von 23 % erwartet, während die Zahl der Todesfälle aufgrund anderer Ursachen bis 2030 annähernd stabil bleiben wird. Die Ausbreitung chronischer Krankheiten geschieht trotz der Tatsache, dass diese in hohem Maße vermeidbar sind. Während die Belastungen durch chronische Krankheiten in den Industrieländern nach wie vor am größten sind, weisen aufstrebende Wirtschaftsländer, aufgrund der Globalisierung und des sich ausweitenden Einflusses der westlichen Lebensführung, vergleichbare Zuwachsraten auf." ... 

Move Europe. (2008): Chronische Krankheiten schaden den Unternehmen und bedrohen die wirtschaftliche  Nachhaltigkeit. http://www.move-europe.de/index.php?id=340#1197. (04.10.2008).



Erkrankungsrisiken bei Geschäfts- und Urlaubsreisen

"Die Reisemedizin in Deutschland wird von den Unternehmen sträflich vernachlässigt. Obwohl im Zuge der Globalisierung die Anzahl der Geschäftsreisen ins Ausland ständig steigt und auch die Urlaubsreisen der Mitarbeiter immer häufiger in exotische Regionen führen, bleibt die große Mehrheit der Unternehmen in Sachen Gesundheitsprävention untätig. Damit besteht ein erhebliches Gefahrenpotential.

In einer Umfrage zu den Erkrankungsrisiken im Urlaub haben wir den Informationsstand in den Unternehmen abgefragt und kommen zu teilweise erstaunlichen Ergebnissen. Ein Großteil der Verantwortlichen ist sich der möglichen Folgen einer eingeschleppten Mitarbeitererkrankung offenbar nicht bewusst und schickt Außendienstpersonal trotz bestehender Aufklärungspflichten ahnungslos in die Tropen. Andererseits haben auch viele Arbeitnehmer unklare Vorstellungen von Gesundheitsgefahren. So werden Erkrankungen in Asien für besonders gefährlich gehalten, die dort überhaupt nicht auftreten. Andererseits werden wichtige Vorsorgemaßnahmen vernachlässigt." ...

IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung. (2007): Erkrankungsrisiken im Urlaub. http://www.imwf.de/studien_untersuchungen/2007/Erkankungsrisiken_Urlaub.php. (04.10.2008).



Jeder achte Beschäftigte leidet unter Mobbing

Befragung des Markt-und Sozialforschungsinstituts IFAK unter 2.000 Erwerbstätigen

"Nach einer Studie des IFAK Instituts  wurden 13 Prozent der Beschäftigten bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber schon einmal gemobbt. Mobbingopfern fällt der tägliche Gang zur Arbeit deutlich schwerer; die Gesundheit leidet. Sie haben fast doppelt so viele Fehltage wie nicht von Mobbing Betroffene (12,2 zu 6,5 Tage pro Jahr)."

Prävention online. (September 2008): Jeder achte Beschäftigte leidet unter Mobbing.
http://www.praevention-online.de/pol/news.html?Top_News02_020908. (04.10.2008).

Quelle: http://www.ifak.com



47,6% aller Betriebsärztinnen und Betriebsärzte sind über 60 Jahre alt!

 

Leserbrief zu „Arbeitsmedizin: Nachwuchsmangel zu befürchten“ 

Dtsch Arztebl 2008; 105(30): A-1600  THEMEN DER ZEIT von Schoeller, Annegret E

 

In der Ausgabe 30 (Juli 2008) des Deutschen Ärzteblattes schrieb die  Arbeitsmedizinerin Dr. Annegret Schoeller (Referentin bei der Bundesärztekammer, Dezernat V): 

 

"Die Zahlen zeigen, dass in den nächsten Jahren deutlich mehr Betriebsärztinnen und Betriebsärzte aus der betriebsärztlichen Tätigkeit ausscheiden als nachwachsen werden. Befragt man betriebsärztlich tätige Ärztinnen und Ärzte zu den Arbeitsbedingungen, werden die geringe Entlohnung und die damit einhergehende geringe Anerkennung ihrer Tätigkeit, insbesondere in überbetrieblichen Diensten, kritisiert. Auch werden die Weiterbildungsbedingungen in überbetrieblichen Diensten sowie erschwerte Möglichkeiten der Fortbildung beklagt."

Den ungekürzten Leserbrief, als Kommentar zu diesem Artikel, können Sie auf unserer Homepage unter -> Arbeitsmedizin aktuell -> Nachwuchsmangel herunter laden. Unter -> Arbeitsmedizin aktuell -> neue Weiterb. in GB kann man sich informieren, wie in Großbritannien Ärzte für Arbeitmedizin durch den Erwerb von Kompetenzen aus der Gruppe von Allgemeinmedizinern rekrutiert werden.

Der ungekürzte Leserbrief (1 PDF-Seite, 284 KB): http://www.bsafb.de/fileadmin/downloads/downloads_08/DAEB_Leserbrief.pdf

Weiterbildungsordnung "Ärzte für Arbeitsmedizin" von 2006 in Großbritannien: http://www.bsafb.de/217.0.html



Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie   22.-25. Oktober 2008 Berlin

http://www.bsafb.de/302.0.html

 

Der Themenkomplex „Orthopädie und Arbeitswelt“ wird vom BsAfB gestaltet:

  • Christian Stock: Psychosomatik von Rücken- und Gelenkbeschwerden
  • Silvester Siegmann: Zusammenarbeit von Orthopäden und Sicherheitsingenieuren bei der Arbeitsplatzergonomie
  • Uwe Ricken: Betriebliches Eingliederungsmanagement, Gesundheitszirkel, Physiotherapie im Betrieb, Rückenschule, Betriebssport und Ergonomie von Arbeitsplätzen als Beispiele für die Mitwirkung von Orthopäden bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Wolfgang Weikert: Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) - Einbeziehung orthopädischer Fachkompetenz bei dem Schwerpunktthema Skelett-Muskel-Erkrankungen, Einfluss von BGM auf Fehlzeiten durch „Rücken- und Gelenkbeschwerden" 

Kongresshomepage: http://www.orthopaedie-unfallchirurgie.de

Die Abstracts zu den Themen werden in der 13. Ausgabe der Praktischen Arbeitsmedizin abgedruckt - Erscheinungstermin Mitte Oktober 2008.



Vorankündigung: 5. Bundesweiter Betriebsärztetag in der OsnabrückHalle am 07. und 08. März 2009

 

Neben zahlreichen interessanten Referaten vormittags werden nachmittags einige Workshops angeboten:

  • Gefährdungsbeurteilung für die Arztpraxis
  • Hands-on: Notfallmedizin - ein Update mit praktischen Übungen
  • Lungenfunktionsprüfungen in der Praxis
  • Hörtests in der Praxis
  • Untersuchungen nach Fahrerlaubnisrecht aus der Sicht des Experten
  • Sehtests, Perimetrie, Reaktionstests für FeV
  • Reiseberatungs- und Impfmanagement
  • Aktuelle Steuerfragen für Betriebs- und Hausärzte

http://www.betriebsaerztetag.de




B·A·D-Expertentagung

Betriebliches Gesundheitsmanagement - Gesund – Leistungsfähig – Erfolgreich

25./26. November im Steigenberger Remarque Hotel in Osnabrück

 

Investitionen in ein betriebliches Gesundheitsmanagement zahlen sich nicht nur ethisch, sondern auch betriebswirtschaftlich aus. Der Return on Investment liegt bei dem 2,5- bis 4,85-fachen des eingesetzten Kapitals. Zusätzlich schafft auch der Gesetzgeber neue Anreize für Unternehmen, in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren. So sollen nach dem neuen Jahressteuergesetz noch in 2008 Investitionen in das Betriebliche Gesundheitsmanagement mit bis zu 500 Euro je Beschäftigtem steuerbefreit sein.

 

Die entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung, innovative und nachhaltige Konzepte sowie praktische Vorgehensweisen werden auf der B·A·D Expertentagung diskutiert.

 

Weitere Infos unter: www.bad-gmbh.de.

 

Kontakt:

Ursula Grünes, Leitung PR – Öffentlichkeitsarbeit

Tel. 0228/400 72 84, E-Mail: gruenes@bad-gmbh.de



Mit freundlichen Grüßen aus dem Osnabrücker Land

Uwe Ricken  

Dr. med. Uwe Ricken
1. Vorsitzender des Bundesverbandes selbstständiger Arbeitsmediziner und freiberuflicher Betriebsärzte e. V. (BsAfB)
49152 Bad Essen, Gartenstraße 29
Tel. (0800) 101 618 7
Fax (05472) 978 319

dr.ricken@bsafbev.de
www.bsafb.de
www.arbeitsmedizinforum.de

         

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