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Artikel vom 20. Oktober 2009, "Der Hausarzt" 17/09
A/H1N1 bekämpfen! Haus- und Betriebsärzte rücken zusammen

fileadmin/downloads/downloads_09/Gemeinsam_gegen_H1N1.pdf 3 PDF-Seiten, 190 KB

 

Neue Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe)    Stand 13. August 2009

Die WHO hat wegen der "Neuen Influenza A/(H1N1)" die höchste Warnstufe (6) ausgesprochen. Auch Verdachtsfälle sind zwischenzeitlich meldepflichtig. Bei der Durchführung von Nasen-  und Rachenabstrichen müssen adäquate persönliche Schutzmaßnahmen (entsprechend ABAS Beschluss 609, d. h. Tragen einer Atemschutzmaske mindestens vom Standard FFP2 und einer Schutzbrille, sowie Handschuhen und eines Schutzkittels) beachtet werden. Diese persönliche Schutzausrüstung liegt allerdings in den meisten Hausarztpraxen nicht vor – siehe das bislang unbeantwortete Schreiben an den Gemeinsamen Bundesausschuss vom 12. November 2007! (ganz unten auf dieser Seite) 

Typische Krankheitszeichen der Neuen Influenza sind: 

  • plötzliches beginnendes Krankheitsgefühl
  • Fieber > 38 Grad C° – teilweise mit Schüttelfrost
  • Husten oder Atemnot
  • Muskel-, Glieder- und/oder Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Schnupfen oder verstopfte Nase

Mitarbeiter bzw. Patienten, bei denen sich innerhalb von sieben Tagen nach Rückkehr aus einem Land mit hoher „Influenzagefährdung“ Grippesymptome zeigen, sollen bitte sofort (möglichst ohne Verlassen des aktuellen Aufenthaltsorts) telefonisch Kontakt mit ihrem Betriebs- oder Hausarzt aufnehmen.

Mitarbeiter oder Patienten mit Grippesymptomen sollen bitte sofort Kontakt mit ihrem Hausarzt aufnehmen. Weisen Sie unbedingt vorher den Arzt telefonisch auf eine vermutete Infektion mit Neuer Influenza hin, damit entsprechende Vorkehrungen getroffen werden können.

Auswahl sehr wichtiger Weblinks zum Thema Neue Influenza A /H1N1 (Schweinegrippe):

www.rki.de   Robert Koch Institut

www.degam.de/H1N1.html   Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin 

www.nlga.niedersachsen.de   Niedersächsisches Landesgesundheitsamt

Inluenzaschutzimpfung-GKV-Leistungspflichtverordnung [ISchGKVLV] (12 PDF-Seiten, 154 KB)

NLGA - Vorgehen beim Verdachtsfall (5 PDF-Seiten, 47 KB)

MeldeformularInfluenza (1 PDF-Seite, 20 KB)

Erhebungsbogen (1 PDF-Seite, 23 KB)

Wann und wie ist zu melden (1 PDF-Seite, 29 KB)

Meldepflicht (1 PDF-Seite, 64 KB)

Abstriche (1 PDF-Seite, 22 KB)

Info für Kontaktpersonen (1 PDF-Seite, 28 KB)


Influenza - Pandemieplanung

Bereits Jahre bevor die WHO die Warnstufen  5 und 6 ausgesprochen hat,
(Stufe 5: Es kommt zu Mensch-zu-Mensch-Übertragungen in größerer Zahl, auch außerhalb des Ursprungslandes oder -kontinents. In dieser Phase ist das Virus besser an den Menschen angepasst.
Stufe 6 (höchste Stufe): Pandemie-Periode, d. h. ein Virus wird weltweit in der gesamten Bevölkerung von Mensch zu Mensch übertragen.)
haben sich  Experten Gedanken über die möglichen Szenarien einer Pandemie gemacht. Schon damals wurden z. B. Pandemiepläne für das Land Niedersachsen und für Betriebe und Behörden erarbeitet.

Am Samstag, den 22. September 2007 veranstaltete der BsAfB in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt in der Stadthalle Osnabrück von 10.00 bis 16.00 Uhr eine Vortragsreihe unter dem Thema Influenza – Pandemieplanung.

Zu diesem wichtigen Thema haben das und das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im Dezember 2007 (Version 2.2 B) ein umfassendes Handbuch herausgegeben. Dieses Werk enthält zahlreiche Checklisten und Hintergrundinformationen.

Handbuch Betriebliche Pandemieplanung (158 PDF-Seiten; 4,62 MB)

 

Programm: Influenza – Pandemieplanung

  • 10.00 Uhr  Aktuelles zur Influenza – Dr. Dr. Rolf Heckler, Niedersächsisches Landesgesundheitsamt (NLGA)
  • 10.45 Uhr  Pandemieplan des Landes Niedersachsen – Dr. Matthias Pulz, Präsident des NLGA
  • 11.30 Uhr  Kaffeepause
  • 12.00 Uhr  Pandemiepläne und Krisenmanagement auch für KMU – Dr. Uwe Ricken, Vorsitzender des BsAfB
  • 12.45 Uhr  Neue Impfstoffe der 2. Generation und Zellkulturimpfstoffe – Dr. Heidi Meyer, Paul-Ehrlich-Institut,  Dep. of Virology, Langen
  • 13.30 Uhr  Mittagspause
  • 14.15 Uhr  Influenza und wirtschaftliche Folgen – Prof. Dr. med. B. Neukirch, Fachbereich  Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheitswesen, Hochschule Niederrhein Krefeld
  • 15.00 Uhr  Atemschutz im Pandemiefall – Dr. Peter Paszkiewicz, BGIA – Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Sankt Augustin
  • 15.45 Uhr  Abschließende Diskussion
  • 16.00 Uhr  Ende der Vortragsreihe

Die wissenschaftliche Leitung und die Moderation übernahmen Dr. Matthias Pulz (matthias.pulz@nlga.niedersachsen.de) und Dr. Uwe Ricken (dr.ricken@bsafbev.de). Die Organisation und die Abwicklung der Veranstaltung wurde der RG-GmbH übertragen.

Diese Veranstaltung wurde von der Ärztekammer Niedersachsen mit sechs CME-Punkten zertifiziert.

 

38 PDF-Folien, 1,8 MB

49 PDF-Folien, 1,61 MB

62 PDF-Folien, 3,19 MB

42 PDF-Folien, 664 KB

38 PDF-Folien, 1,39 MB

Berechnung: Nutzen von Influenzaimpfungen


20 PDF-Folien, 1,09 MB

 

 

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Behörden üben für Grippe-Pandemie

"Behörden und Katastrophenschützer des Bundes sowie aus sieben Bundesländern haben den Ernstfall einer weltweiten Grippewelle geübt. Rund 3.000 Teilnehmer auch aus privaten Institutionen und Unternehmen waren in die zweitägigen Krisenmanagementübung Lükex 07 eingebunden, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Auftrag der Bundesministerien für Inneres und für Gesundheit koordinierte. Obwohl derzeit „keine akute Gefährdung durch Seuchen“ existiere, müsse der Bevölkerungsschutz in Deutschland sich frühzeitig mit einer solchen Situation auseinandersetzen, sagte BBK-Präsident Christoph Unger. Mit Lükex 07 werde die Zusammenarbeit zwischen Behörden und privaten Institutionen überprüft, um für den Fall einer wirklichen Bedrohung ein reibungsloses Funktionieren des Krisenmanagements zwischen Bund und Ländern zu garantieren. An der Übung nahmen auf Bundesebene das Kanzleramt, sämtliche Ministerien sowie das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung teil. Von den Ländern waren Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen dabei. Es war nach 2004 und 2005 bereits die dritte Übung dieser Art. (Agenturmeldung, 8. November)"

Quelle: KBV KOMPAKT Newsletter vom 14. November 2007: Behörden üben für Grippe-Pandemie. www.kbv.de/kbv-kompakt/10192.html. (15.11.2007).

Offener Brief an den Gemeinsamen Bundesausschuss          

Montag, den 12. November 2007

 

Gemeinsamer Bundesausschuss
Auf dem Seidenberg 3a 

53721 Siegburg
 

Pandemie – LÜKEX 07

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren!

Bei Gesprächen mit anderen niedergelassenen Kollegen und Begehungen in Arztpraxen mache ich immer wieder die Beobachtung, dass nur in seltenen Ausnahmefällen für Praxispersonal geeignete Neuraminidasehemmer, Atemmasken, Schutzbrillen und Einmalkittel zur Verfügung stehen. Im Extremfall sind die niedergelassenen Ärzte und deren Personal die Schlüsselpersonen bei der Bekämpfung einer Pandemie.

Da sich die gesetzlichen Krankenkassen und die Ärztekammern immer noch nicht auf die Kostenübernahme der oben genannten persönlichen Schutzausrüstung einigen konnten, liegt es nahe, dass der Gemeinsame Bundesausschuss eine Empfehlung ausspricht, nach der ein gewisses Kontingent an Medikamenten und Schutzmaterialien pro Mitarbeiter einer Praxis im Rahmen des Sprechstundenbedarfs bevorratet werden kann. Uneinigkeit über die Kostenübernahme darf nicht zur nationalen Katastrophe führen.
 

Mit freundlichen Grüßen
 

 Dr. med. Uwe Ricken
Vorsitzender des BsAfB

G-BA - Der Gemeinsame Bundesausschuss

"Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für mehr als 70 Millionen Versicherte und legt damit fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV erstattet werden. Darüber hinaus beschließt der G-BA Maßnahmen der Qualitätssicherung für den ambulanten und stationären Bereich des Gesundheitswesens."

www.g-ba.de

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