Qualifizierung zum QM-Beauftragten im Gesundheitswesen
Lehrgänge ab Juni 2007
Science to Business GmbH - Fachhochschule Osnabrück, TÜV NORD Akademie, BsAfB und TERNION Management-Systeme bieten gemeinsam ein Lösungskonzept zur Einführung und Weiterentwicklung eines Qualitätsmanagements an. Dieses integrale Lösungskonzept wurde im Rahmen eines fast dreijährigen Forschungsprojekts von der FH Osnabrück in Kooperation mit dem BsAfB und der Ternion M-S unter dem Qualitätssiegel OsQa, Osnabrücker Quality Assurance Management Model, entwickelt. Es entspricht der internationalen Norm DIN EN ISO 9001. Eine Zertifizierung von Arztpraxen und Arbeitsmedizinischen Diensten mit dem Qualitätssiegel OsQa durch die TÜV NORD CERT wird ermöglicht und bringt einen zusätzlichen Gewinn an Anerkennung.
Die nächsten berufsbegleitenden QMB-Lehrgänge beginnen in Osnabrück im September 2008. Hier können medizinische Fachkräfte (Ärztinnen, Ärzte und Medizinische Fachangestellte) ihre Kenntnisse über die grundlegenden Systemanforderungen der DIN EN ISO 9001 vertiefen. Die bereits vorhandenen Qualitätsmaßnahmen können so in ein evaluiertes Qualitätsmanagementsystem integriert werden. CME-Punkte wurden bei der Ärztekammer Niedersachsen beantragt. Weitere Informationen finden Sie unter (www.nwa-akademie.de). Mitgliedern des BsAfB werden Sonderkonditionen eingeräumt.
Betriebsärzte erarbeiteten Normen für das Qualitätsmanagement niedergelassener Ärzte - OsQa © by FH Osnabrück
OsQa "Osnabrücker Quality Assurance Management Modell"
Das Gesundheits-Modernisierungs-Gesetz fordert, dass alle Arztpraxen ein Qualitätsmanagementsystem nachweisen müssen. Die Mitglieder des Bundesverbandes selbstständiger Arbeitsmediziner und freiberuflicher Betriebsärzte (BsAfB) setzen sich seit Jahren mit Qualitätssicherung auseinander. Seit über drei Jahren werden Qualitätssiegel an arbeitsmedizinisch tätige Arztpraxen und regionale Arbeitsmedizinische Dienste vergeben, die ein entsprechend gutes Management nachweisen können.
Copyright by BsAfB e.V.
Mit der Fachhochschule Osnabrück (Fachbereich Gesundheitsmanagement), dem Ingenieurbüro TERNION Management-Systeme und dem Berufsverband BsAfB e.V. hat sich ein leistungsfähiges Team gefunden. Die Firma TERNION hat seit Jahren mit den Betriebsärzten des BsAfB (vorher „Arbeitsgemeinschaft freiberuflicher Betriebsärzte“ - AfB) Konzepte für ein pragmatisches Qualitätsmanagement erarbeitet und Audits durchgeführt.
Homepage zum QM-Projekt
Frau Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff (Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) hat zahlreiche Publikationen über das Management und die Qualitätssteigerung im Gesundheitswesen veröffentlicht. Sie hat Anfang 2004 den Forschungsauftrag erhalten, ein Qualitätsinstrument mit den beiden Vertragspartnern BsAfB und TERNION (Lingen) auch für niedergelassene Ärzte zu erarbeiten. Die Praktikabilität sollte im Vordergrund stehen. Deshalb wurde sich kritisch mit bestehenden Modellen und Methoden (DIN ISO 9001:2000 ff, EFQM, KTQ, GQB, Visitatie u.a.) auseinandergesetzt. Es wurde eine Symbiose selbst erarbeiteter Aspekte zur Ergebnisqualität und der oben genannten Maßnahmen zur Qualitätssicherung und vor allem zur Qualitätsverbesserung erarbeitet.
In diesem gemeinsamen Projekt mit dem Bundesverband selbständiger Arbeitsmediziner und freiberuflicher Betriebsärzte e.V. (BsAfB), der Fachhochschule Osnabrück mit dem Fachbereich Gesundheitsmanagement und der TERNION Management-Systeme Lingen wurden die teilnehmenden Betriebsärzte bei der Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems unterstützt.
Die selbstständigen Betriebsärzte wollten seit ihrer Gründung einer Arbeitsgemeinschaft nicht als Einzelkämpfer fungieren. Primäres Ziel war es, sich im Dialog weiterzubilden. Frühzeitig wurde das Internet als Instrument zur Kommunikation genutzt. Für die Ausarbeitung eines Handbuchs zur Qualitätssicherung, für Checklisten, Musterdokumentationen und Anleitungen diente ein Content-Management-System. Hier konnten sich alle Projektteilnehmer in geschlossenen Bereichen des Internets als Autoren austauschen. Gemeinsam wurden Handbuchtextbausteine, Ablaufdiagramme, Checklisten und vieles mehr erarbeitet.