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Betrieb(särzt)liches Gesundheitsmanagement (BGM)
Unternehmensleitungen, Personalabteilungen und Betriebsräte haben, vor allem in größeren Unternehmen, die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens am Arbeitsplatz als Erfolgsfaktor erkannt. Der BsAfB möchte die Kompetenz der Betriebsärzte als Gesundheitsmanager im Betrieb schlechthin deutlich machen und Betrieb(särzt)liches Gesundheitsmanagement auch in mittelständischen und später kleineren Betrieben etablieren. Durch einschlägige Qualifizierungsangebote soll die Fachkompetenz der Betriebsärzte garantiert werden. Insbesondere den Unternehmensleitungen, die heute noch vielfach BGM als Zusatzleistung einkaufen, soll die Kompetenz der Arbeitsmediziner als qualifizierte "Gesundheitsmanager im Betrieb" verdeutlicht werden.
Bei den möglichen Aktivitäten der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), wie z. B. Rückenschule, Ernährungsberatung, Raucherentwöhnung, Stressmanagement und Impfkampagnen wird schon länger auf die Fachkompetenz von Betriebsärzten und Arbeitsmedizinern zurückgegriffen. Dies liegt fachlich auf der Hand und ist zudem gemäß § 3 (1) Arbeitssicherheitsgesetz ohnehin Aufgabe der Betriebsärzte, die den Arbeitgeber in allen Fragen von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu unterstützen haben.
Das Know-how der Betriebsärzte/-innen über Risikofaktoren und chronische Erkrankungen, deren volkswirtschaftliche Bedeutung, resultierende reduzierte Arbeitsleistung, Auswirkungen auf Fehlzeiten und Frühberentungen, ist nur ein Beispiel ihrer berufsspezifischen Kompetenzen bei BGM und BGF.
BsAfB-Initiative:
Betriebliche Gesundheitsförderung für alle
Bei großen Betrieben, Versicherungen, Krankenkassen und Behörden sind teilweise in den oberen und mittleren Führungsebenen Manager mit Hochschulstudiengängen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement integriert, wie zum Beispiel Master of Workplace Health Management oder betriebliche Gesundheitsmanager. In Kleinbetrieben, Betrieben mittlerer Größe und an der Basis großer Betriebe sucht man in der Regel bisher vergeblich nach ausgebildeten BGF-Beauftragten. Es besteht ein großer Handlungs- und Qualifizierungsbedarf an der Basis. Mit der BsAfB-Initiative „Betriebliche Gesundheitsförderung für alle“ sollen zusätzliche Aktivitäten eingeleitet werden, um der Intention der „Lissabonner Erklärung zur Gesundheit am Arbeitsplatz in kleinen und mittleren Unternehmen – KMU (2001)“ näherzukommen. In Großbetrieben sollen auch unterhalb der Führungsebenen Mitarbeiter als Ansprechpartner für Themen der Betrieblichen Gesundheitsförderung qualifiziert werden.
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